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04.07.2016


Otto-Hahn-Medaille für MPIDS-Forscher


Neurowissenschaftler Markus Helmer vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation erhält Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft


Für seine Dissertation am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) und am Bernstein Center for Computational Neuroscience (BCCN) bekam der 31-jährige theoretische Neurowissenschaftler Markus Helmer am 15. Juni 2016 die Otto-Hahn Medaille der Max-Planck-Gesellschaft verliehen. Die Medaille wurde Helmer für seine „wegweisenden Fortschritte zur neuronalen Modellierung selektiver Aufmerksamkeit“ im Rahmen der Sektionssitzung auf der 67. Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Saarbrücken verliehen. Seine Dissertation schrieb Helmer in der Abteilung von Professor Theo Geisel.

Markus Helmer


In seiner Dissertation ging Markus Helmer der Frage nach, was in unseren Gehirnen eigentlich passiert, wenn wir uns auf etwas konzentrieren. Hierzu nutze er im ersten Schritt Daten, die Wissenschaftskollegen bei Makaken in der Vergangenheit erhoben haben. Bei den Makaken wurde mit einer Elektrode im Gehirn gemessen, wie sich die Aktivität der Neuronen im visuellen Kortex ändert, wenn sich die Affen auf bestimmte visuelle Stimuli konzentrieren. Da solche Daten jedoch in diesem und weiteren Experimenten sehr verrauscht und variabel sind, hat Helmer nach einer Methode gesucht, diese Daten dennoch auszuwerten. Durch seine neue Analyse  zeigte sich, dass die gemessenen Neuronenaktivitäten mit bisher existierenden theoretischen Modellen nicht kompatibel sind. Helmer und Kollegen hoffen nun, diese Modelle mit den neuen Daten weiterzuentwickeln, um somit besser verstehen zu lernen, wie Aufmerksamkeitseffekte zustande kommen.


Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des MPI DS.