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Press release of

09.10.2012


Dual spotlights in the brain


How we manage to attend to multiple objects without being distracted by irrelevant information

The “tiki-taka”-style of the Spanish national football team is amazing to watch: Xavi passes to Andrès Iniesta, he just rebounds the ball once and it’s right at Xabi Alonso’s foot. The Spanish midfielders cross the field as if they run on rails, always maintaining attention on the ball and the teammates, the opponents chasing after them without a chance. An international team of scientists from the German Primate Center and McGill University in Canada, including Stefan Treue, head of the Cognitive Neuroscience Laboratory, has now uncovered how the human brain makes such excellence possible by dividing visual attention: The brain is capable of splitting its ‘attentional spotlight’ for an enhanced processing of multiple visual objects. (Neuron, doi: 10.1016/j.neuron.2011.10.013)

Read more: Press release of the German Primate Center (DPZ) in Göttingen.



Warum ein Fußballspiel im Gehirn entschieden wird


Göttinger Forscher haben geklärt, wie das Gehirn sich gleichzeitig auf verschiedene Objekte konzentrieren kann, ohne sich von unwichtigen Informationen ablenken zu lassen.

Xavi spielt den Ball zu Andrès Iniesta, der lässt ihn einmal präzise prallen und gleich ist das Leder bei Xabi Alonso. Als wären sie Ballmagneten kreiseln die Mittelfeldspieler der spanischen Fußballnationalmannschaft über das Spielfeld, immer den Ball und die Mitspieler im Blick. Die Gegner rasen wie hilflose Statisten hinterher. Göttinger Neurowissenschaftler haben herausgefunden, wie das menschliche Gehirn durch die Verteilung von visueller Aufmerksamkeit zum Beispiel diesen „Tiki-Taka“-Fußball der spanischen Europameister möglich macht. Visuelle Aufmerksamkeit nennen Wissenschaftler die Fähigkeit, sich auf Sinnesinformationen zu konzentrieren, die für unsere Handlungen wichtig sind. Oft gibt es aber mehrere Dinge, die wir gleichzeitig beachten müssen, wie die Europameister aus Spanien bei ihrem Kurzpass-Spiel eben Ball und Mitspieler. Wie dies gelingt, auch wenn unwichtige Objekte uns ablenken könnten, war bislang unklar. Ein Wissenschaftlerteam um Stefan Treue vom Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen hat zusammen mit Kollegen der McGill Universität in Montreal in einer Studie an Rhesusaffen herausgefunden: Das Gehirn ist in der Lage, Aufmerksamkeit quasi als Doppelscheinwerfer einzusetzen, die gleichzeitig einzelne Spots auf die relevanten Objekte legen und die unwichtigen im Dunkeln lassen (Neuron, 10.1016/j.neuron.2011.10.013).

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung der Deutsches Primatenzentrum GmbH (DPZ) - Leibniz-Institut für Primatenforschung.